Marcos Blog Gedanken zu nichts und allem

10Apr/13Off

Theoretisch könnte es hier weitergehen …

Die heute bestandene Theorieprüfung für den Motorrad-Führerschein könnte man eigentlich als Anlass nehmen, das Blog wieder zu beleben. Zumindest wäre damit mal ein neues Thema da, und die Sache wird ja jetzt endlich auch mal langsam interessant. Der lange Winter ist wohl endlich vorbei, also kann die Praxis jetzt kommen.

7Jan/12Off

Ikeaaaaargh!

Ikeaaaaargh!
OK, ich gebe es zu, das war vielleicht doch keine so tolle Idee, auf dem ersten Samstag des Jahres noch innerhalb der Weihnachtsferien und zur Knut-Aktion zu Ikea zu fahren. Es war doch eeeetwas voll.

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7Jan/12Off

USA drängen in Europa auf Netzzensur

Es würde mich nicht überraschen, wenn die USA mit anderen europäischen Regierungen ähnliche Gespräche geführt hätten.

Neue Details dazu, wie die Amis Spanien zu einem Internetzensurgesetz zwingen wollten.In a leaked letter sent to Spain’s outgoing President, the US ambassador to the country warned that as punishment for not passing a SOPA-style file-sharing site blocking law, Spain risked being put on a United States trade blacklist . Inclusion would have left Spain open to a range of “retaliatory options” but already the US was working with the incoming government to reach its goals.
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1Jan/12Off

Neues Jahr, neue Blogsoftware

Es schmerzt zwar irgendwie, aber an der Erkenntnis geht kein Weg vorbei: Serendipity hat den Anschluss verloren, das Projekt treibt irgendwie schon lange mit dem Bauch nach oben, und so langsam müffelt es so stark, dass ich auch ein meinem Blog etwas tun musste. Daher habe ich jetzt den Wechsel zu WordPress vollzogen.

Die Übertragung der Artikel lief so mittelprächtig, es ist etwas Handarbeit vonnöten. Kommentare werden wohl nicht mit umziehen.

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1Jan/12Off

Moby Dick

Hin und wieder erliege ich der Versuchung, mal wieder einen Klassiker der Weltliteratur zu lesen. Einem wird ja immer eingeredet, dass es Werke gibt, die man als halbwegs gebildeter Mensch einfach gelesen haben sollte. Im vorliegenden Fall war es Episode 9 aus der 11ten Staffel von M*A*S*H („Run for the money“), in der Winchester einem Patienten „Moby Dick“ ans Herz legt bzw. das Buch in die Hand drückt. Den neu erworbenen Kindle nutzte ich also, um mich dieses Klassikers mal anzunehmen, zumal man solche Werke ja auch für lau bekommt, jedenfalls die englischen Originalausgaben.

Ich bin jemand, der im allgemeinen zu Ende führt, was er anfängt, auch wenn es weh tut. Und Herman Melvilles Magnum Opus verursachte mir einiges an Schmerzen. Ich könnte mich jetzt lang und breit darüber auslassen, aber ich belasse es dabei, einen zeitgenössischen Kritiker zu zitieren, wobei ich das Zitat aus dem Wikipedia-Artikel zu Moby Dick entleihe:

“[A]n ill-compounded mixture of romance and matter-of-fact. The idea of a connected and collected story has obviously visited and abandoned its writer again and again in the course of composition. The style of his tale is in places disfigured by mad (rather than bad) English; and its catastrophe is hastily, weakly, and obscurely managed.”

Das trifft es ziemlich gut. Die eigentliche Handlung des Buches könnte man locker auf höchstens 20% der Länge eindampfen. Insbesondere, wenn man die handlungsfernen Teile weglässt, in denen sich der Autor lang und breit über Wale und Walfang im allgemeinen auslässt. Wer nur den Wikipedia-Eintrag über das Buch gelesen hat und sich vielleicht noch zu ein paar Artikeln über den Walfang im 19. Jahrhundert durchgeklickt hat, muss das eigentliche Buch nicht mehr lesen.

Wieder einmal wurde ich darin bestätigt, dass „Klassiker der Weltliteratur“ ein Etikett ist, das mir zum Warnschild gereichen sollte. Ich werde es zukünftig den Masoliteraten überlassen, so etwas zu lesen und sich darüber auszulassen. Und ich werde mal gründlich meine Gewohnheit überdenken, angefangene Bücher auch durchzulesen.

Zur Abwechslung gibts jetzt eine deutsche Übersetzung eines japanischen Buches, dessen Handlung sich in der Gegenwart abspielt. Ich hab neulich 1Q84 sehr günstig im Kindle-Store erstanden.

26Mrz/11Off

Topfbrot (No-Knead Bread)

Das Thema Topfbrot (No-Knead-Bread) geistert ja schon eine ganze Weile durchs Netz. Angefangen hat das offenbar, als NY-Times-Kolumnist Mark Bittman das Thema aufgriff. Da die NYT gerade mal wieder mit einer Bezahlschranke experimentiert, spare ich mir Links dorthin und verweise stattdessen auf das erste und zweite Video bei YouTube zu dem Thema. (Die The-Minimalist-Videos von Mark Bittman sind generell eine empfehlenswerte Inspirationsquelle.) Über diese Videos und vor allem den Blogeintrag von Anke Gröner bin ich aktuell dazu gekommen, mich mit dem Verfahren näher zu beschäftigen, nachdem es bei Isabel Bogdan auch schon mal an mir vorüberscrollte. Und Petra Holzapfel war natürlich allen voraus und schrieb schon 2006 bei Chili und Ciabatta über Topfbrot.

Topfbrot

Topfbrot, frisch aus dem OfenMein Rezept basiert im wesentlichen auf dem von Anke Gröner, das sollte man also evtl. gelesen haben.

  • 200 g Weizenmehl, Type 405
  • 200 g Weizenmehl, Type 1050
  • 35 g Sesam
  • 1,5 TL Salz
  • 0,5 TL Trockenhefe
  • 320 ml Wasser

Trockene Zutaten vermischen, Wasser dazu, kurz durchrühren, bis alles vermischt ist. Dann muss der Teig erst mal gehen. Zu der Dauer findet man sehr unterschiedliche Angaben, und nach meinen bisherigen Erfahrungen hat das seinen Grund. Bei meinen ersten Versuchen war es in unserer Küche noch sehr kalt, daher waren 24 bis 26 Stunden genau richtig. Inzwischen bin ich eher bei ca. 16 Stunden, 24 wären wohl zu viel. Neben der Temperatur spielen hier aber natürlich noch andere Faktoren rein, insbesondere das Mehl. Da hilft wirklich nur ausprobieren und Erfahrung sammeln.

Beim Mehl kann man sowieso gern etwas rumprobieren. Statt 1050er geht z.B. auch Vollkornmehl. Und die Mengenverhältnisse kann man auch den eigenen Vorlieben anpassen. Bei mir haben verschiedene Varianten bislang immer prächtig funktioniert.

Am nächsten Tag heizt man dann den Ofen samt Topf auf 240°C vor. Dann wird der Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche gekippt und mit bemehlten Händen ein paar Male übereinander gefaltet. Daher auch der Spitzname „Origamibrot“. Der Teigklumpen wird denn in den heißen Topf gelegt, Deckel drauf und ab in den Ofen. Nach 30 Minuten nimmt man den Deckel ab und backt noch 20 Minuten weiter. Fertig.

Ein Tipp noch zum Schluss: So ein Standardtütchen Trockenhefe reicht für viele Brote dieser Art, deshalb vorsichtig öffnen und gut wieder verschließen.

Nachtrag: Auch eine Variante mit 1050er und Vollkorn-Weizenmehl sowie Sonnenblumenkernen statt Sesam führte zum Erfolg. Das führt mich zu der Hypothese, dass man wohl völlig beliebige (Weizen-)Mehlmischungen verwenden kann.

20Jul/10Off

Hefezopf

Ich hatte gerade mal spontan Bock auf einen Hefezopf und überlegte grob, wie man den wohl machen könnte. Kurzer Blick auf ein paar ähnliche Rezepte auf Chefkoch.de: Ja, was mir vorschwebt entspricht ungefähr dem, was andere so machen. Wird schon klappen. Klappte auch, das Ergebnis seht ihr im Bild, und das Rezept kommt jetzt:

Zutaten

  • 500 g Mehl (Type 405)
  • 1 Pk. Trockenhefe
  • 2 TL Salz
  • 75 g Zucker
  • 250 g Milch
  • 75 g Butter
  • 1 Ei
  • karamellisiertes Kondensmilcherzeugnis (minderwichtig, Erklärung unten)

Zubereitung

Die trockenen Zutaten gründlich mischen. Milch und Butter kamen bei mir direkt aus dem Kühlschrank, daher die Butter in kleinen Stücken in die Milch geben und zusammen für ca. 1 Minute in die Mikrowelle, so dass man eine lauwarme Mischung mit teilweise geschmolzener Butter bekommt. Die Milch-Butter-Mischung und das Ei zu den trockenen Zutaten und alles gründlich durchkneten. Etwa eine halbe Stunde gehen lassen, dann noch einmal durchkneten. Eine weitere halbe bis Dreiviertelstunde gehen lassen, dann noch mal kurz (!) durchkneten, in drei Teile zerlegen, Stränge formen und auf dem mit Backpapier ausgelegten Backblech zu einem Zopf flechten. Das ganze mit einer Mischung aus ca. 2 TL Milch und 1 TL karamellisiertem Kondensmilcherzeugnis einpinseln.

Bei 170°C (Umluft) ca. 20 Minuten backen.

Das karamellisierte Kondensmilcherzeugnis ist evtl. nicht so leicht zu beschaffen. Das ist eine russische Spezialität, die auch ein sehr leckerer Brotaufstrich ist. Es gibt einen griffigeren Namen dafür, der mir aber gerade partout nicht einfällt und der auch nicht auf der Dose steht. Also, zumindest nicht in einem Alphabet, das ich lesen kann. Bezugsquelle war in meinem Fall jedenfalls der MIX-Markt hier in der Nähe. Ersatzweise kann man in obigem Rezept vermutlich auch einfach etwas Zucker in die Milch rühren.

14Okt/06Off

Brownie-Kuchen

Also, wenn Mithi das darf, dann will ich auch Rezepte veröffentlichen.

200 g Mehl
200 g Zucker
30 40 g Kakao
3 4 St. Eier
100 150 ml Öl
50 ml Wasser
1 Pk. Vanillinzucker
1 TL Backpulver

Zuerst Eigelb mit Zucker mischen und dann das Öl unterrühren. Wasser, Vanillinzucker und Kakao unterrühren. Mehl und Backpulver hinzusieben. Steifgeschlagenes Eiweiß unterheben.
Bei 160°C ca. 35 Minuten backen (Springform (26 cm ø, Boden mit Backpapier ausgelegt).

Nach dem Backen etwas abkühlen lassen, dann den Rand der Springform entfernen, das ganze auf einen Teller stürzen und das Backpapier abziehen. Zurückstürzen auf eine geeignete Servierplatte – oder auf einen Pizzateller, wie in meinem Fall. ;-)

Die Zubereitungsprozedur läßt sich vermutlich schadlos vereinfachen, aber so hab ich es gerade ausprobiert. Eigentlich sollte man vor dem Backen auch noch Schokoladenraspeln auf den Teig streuen, aber ich war gerade zu faul, welche herzustellen.

Update: Inzwischen mehrfach ausprobiert: Einfach erst die trockenen Zutaten mischen und dann den Rest dazu. Gründlich durchrühren und gut, den ganzen oben beschriebenen Krampf kann man sich sparen. Man kann auch einfach ein ganzes Päckchen Backpulver reinkippen, das schadet nicht, der Kuchen wird halt etwas lockerer.

Update: Mit mehr Öl und einem zusätzlichen Ei wird das ganze viel saftiger. Ein bisschen mehr Kakao schadet auch nicht.